Titel: Elfenhügel


Autor: Raymond Feist


Verlag: Bastei Lübbe


Erscheinungsjahr: 2003


                                                        Inhalt

Phil Hastings ist ein glücklicher Mann: Er hat Geld, Erfolg und eine Familie, die das Leben auf dem Land in vollen Zügen genießt. Das Haus der Hastings liegt jedoch im Schatten eines sagenumwobenen Hügels, der seit jeher Okkultisten und Abenteurer anlockt. Hier machen Hastings Söhne eine unheimliche Entdeckung. Im Elfenhügel hausen tatsächlich seltsame Geschöpfe. Aus dem schönen Spiel wird bald gefährlicher Ernst, als Hastings feststellen muss, dass seine beiden Söhne vertauscht wurden.

                                          Schreibstil

Der Schreibstil von Raymond Feist ist sehr bildhaft und mystisch, aber auch ein wenig eigenwillig. So wirken die Beschreibungen teilweise etwas langatmig, sind aber notwendig, um den Leser in das Geschehen eintauchen zu lassen. Mich persönlich erinnerte es teilweilweise an einen alten Fantasy-Film.

                                              Fazit

Trotz seiner Länge hat mir das Buch sehr gefallen und ich würde gerne weitere Bücher des Autors lesen, dabei wäre meine Auswahl aber auf Einzelausgaben beschränkt


Titel: Das Opfer


Autor: John Katzenbach


Verlag: Knaur Taschenbuch


Erscheinungsjahr: 2008

                                                          Inhalt

Die attraktive Studentin Ashley Freeman begeht einen folgenschweren Fehler: Angeheitert verbringt sie eine Nacht mit Michael O’Connell, einem Computerfreak und geschickten Hacker. Was sie nicht weiß: Michael ist ein Psychopath – und er hat beschlossen, dass Ashley die Frau seines Lebens ist. Nichts und niemand wird ihn davon abbringen – schon gar nicht Ashley. Unerbittlich stellt er ihr nach, verschärft seinen
Psychoterror gegen ihre Freunde und Verwandten. Immer schneller beginnt sich eine Spirale des Schreckens zu drehen, die Ashleys gesamte Familie in die Tiefe reißt.

                                               Schreibstil

John Katzenbachs Stil ist beklemmend, reißend und spannend wie es für einen guten Psychothriller gehört. Interessant ist auch, das die Hauptstory von Ashley quasi wie eine Rückblende erzählt wird und das zwischendurch immer wieder Befragungen von unterschiedlichen involvierten Personen der Gegenwart stattfinden. Diese werden von der Schrift her, deutlich abgehoben, trotzdem kann der Leser nur erahnen, um wen es sich handelt.

                                                     Fazit

Ich finde die Idee sehr origienell und zusammen mit der Grundgeschichte ist der Roman sehr zu empfehlen, obwohl gerade diese häufigen Wechsel etwas verwirrend sein können. Jedoch werde ich gerne wieder von diesem Autor lesen.


Titel: Naokos Lächeln


Autor: Haruki Murakami


Verlag : Dumont


Erscheinungsjahr: 2011


                                                          Inhalt

Als aus den Lautsprechern des in Hamburg ankommenden Flugzeugs das Lied Norwegian Wood von den Beatles ertönt, denkt der 37-jährige Tōru Watanabe noch einmal an die 1960er Jahre zurück und an die Ereignisse, die seitdem sein Leben beeinflusst haben.

Tōru, sein gleichaltriger Klassenkollege Kizuki und dessen Freundin Naoko sind die besten Freunde und unternehmen fast alles zu dritt. Im Alter von 17 Jahren nimmt Kizuki sich ganz unvermittelt und aus unerfindlichen Gründen das Leben. Da es den beiden anderen sehr schwerfällt, diesen Verlust zu verarbeiten, ziehen sie, gleich nachdem sie das Gymnasium abgeschlossen haben, nach Tokio. Hierdurch trennen sich ihre Wege. Ein paar Monate später begegnen sie einander zufällig in der U-Bahn, und erneut entsteht eine freundschaftliche Beziehung. Geredet wird nicht viel, aber an jedem Sonntag unternehmen sie einen mehrstündigen Spaziergang durch die Straßen von Tokio.

Nach dem Ende des ersten Studienjahres holt Naoko das unverarbeitete Trauma um Kizukis Suizid wieder ein. Unfähig, mit beiden Beinen und allein im Leben zu stehen, wird sie von ihren Eltern in ein Sanatorium mit unkonventionellen Heilmethoden gebracht. Nach den Sommerferien lernt Tōru die lebenshungrige Midori Kobayashi kennen, die das Gegenteil von Naoko verkörpert. Für Tōru bahnt sich allmählich eine Dreiecksbeziehung an, da er sich nicht für eines der beiden Mädchen entscheiden kann.

                                                   Schreibstil

Der Schreibstil von Murakami ist schwer zu beschreiben. Er genutzt ein recht einfaches Vokabular, aber das, was die Protagonisten sagen, tun oder auch diskutieren, ist seh philosophisch und zwingt den Leser regelrecht zum Nachdenken. Und genau das ist es, was diesen Schriftsteller so besonders macht, auf den ersten Blick sind seine Romane einfache Geschichten, aber wenn man genauer hinschaut, haben sie sehr viel Tiefe.

                                                      Fazit

Ich habe den Roman, trotz seiner ganzen Tragik, sehr genossen und werde definitiv weitere Werke kaufen. Denn es gibt im Leben auch ernste Themen, über die man vielleicht mal nachdenken sollte und dazu gehört zweifelsohne auch der Suizid.


Titel: Das letzte Jahr meines Lebens


Autorin: Kassandra Klomberg


Verlag: Books on Demand


Erscheinungsjahr: 2015

                                                       Inhalt

Was wäre, wenn einem der Todesengel zu Beginn des Jahres den eigenen Tod am Ende desselben prophezeien würde? Gehen Engel auch in die Sauna? Seit wann essen Engel überhaupt Eis? Und was hat "der Beißer" damit zu tun? Kassandra Klomberg verbleiben laut Azrael noch genau 365 Tage zu leben und der Countdown läuft. bis dahin gilt es allerdings noch, die ein oder andere Anekdote mitzunehmen und dabei in so manches Fettnäpfchen zu treten. Dennoch, dies ist eigentlich die Geschichte einer Freundschaft.

                                         Schreibstil

Obwohl die Autorin aus technischer Sicht die schwierigste Erzählform gewählt hat und das Buch zudem auch noch als Tagebuch geschrieben, ist der Stil gefühl- und auch humorvoll. An einigen Stellen sollte man Taschentücher bereithalten wegen möglicher Lachtränen.

                                                 Fazit

Auch wenn der Stil der Jungautorin etwas eigenwillig und definitiv noch ausbaufähig ist, so bin ich gespannt auf ihre weitere Entwicklung und freue mich auf Fortsetzungsromane


Titel: Unsterbliche Leidenschaft


Autorin: Rosemary Laurey


Verlag: Weltbild


Erscheinungsjahr: 2008

                                                         Inhalt

Angela Ryan erwacht aus dem Koma. Sie hat das Gedächtnis verloren und fühlt sich irgendwie blutleer. Kein Wunder: Sie wurde von Vampiren gerettet - und trifft als Untote den Mann ihres Lebens. Nie hätte sie geahnt, dass ein Vampir ihr Blut so in Wallung bringen kann wie Tom Kyd. Doch als Angela herausfinden will, wer sie in ihrem früheren Leben war, kommt es zum Konflikt mit Tom .

                                              Schreibstil

Der Schreibstil der Autorin wirkte stellenweise ein wenig plump und dünn, aber trotzdem hatte die Geschichte etwas für sich, weil die Hauptprotagonistin im Grunde zwei Existenzen hat.

                                                    Fazit

Ein schönes Buch für zwischendurch, mehr jedoch nicht. Aber ich würde auch gleichzeitig weitere Bücher kaufen.


Titel: Die Stunde der Schwestern


Autorin: Katja Maybach


Verlag: Knaur Taschenbuch


Erscheinungsjahr: 2012



                                                       Inhalt

Warum ist sie dem in den 50er Jahren so berühmten Mannequin Fleur wie aus dem Gesicht geschnitten? Dieser Gedanke lässt Bérénice keine Ruhe mehr, seit sie Fotos dieser Frau zum ersten Mal gesehen hat. Sie beginnt, Fragen zu stellen – und deckt die Geschichte zweier Schwestern auf, miteinander verbunden durch Liebe, Neid und Verrat: Denise und Fleur wachsen in ärmlichen Verhältnissen in einer provenzalischen Kleinstadt auf. Doch während Denise von einem bürgerlichen Leben und bescheidenem Wohlstand träumt, hat die schöne Fleur hochfliegende Pläne – sie will nach Paris, ins Herz der Welt…

                                              Schreibstil

Die Autorin verfügt über einen sehr schönen, bildhaften Schreibstil, welcher den Leser in die Welt eintauchen lässt. Auch ist sie weise genug, Zeitsprünge richtig mit Jahreszahlen abzugrenzen. Allerdings hat man das Gefühl, dass das Buch hätte ausführlicher können, das Ende kam sehr schnell und ein wenig abprubt.

                                                    Fazit

Ein tolles Buch mit schönem Schreibstil und Handlung. Besonders das Eintauchen in die Pariser Modewelt hat mich absolut fasziniert. Trotz des abprubten Endes definitiv lesenswert und ich werde mir weitere Bücher der Autorin kaufen


Titel: Feuerkind


Autor: Stephen King


Verlag: Bastei Lübbe


Erscheinungsjahr: 1981 (Erstausgabe)

                                                      Inhalt

Charlie ist acht Jahre alt und das süßeste, unwiderstehlichste kleine Mädchen, das man sich vorstellen kann. Sie ist alles, was sich ein stolzer Vater wie Andy McGhee wünschen könnte und mehr, als er sich in seinen schlimmsten Träumen ausmalt. Denn Charlie ist das Feuerkind, geboren aus einem unverantwortlichen Experiment. Ihre Gedanken können töten. Ihre Augen bringen das flammende Inferno. Kann Andy seine Tochter retten? Vor dem Geheimdienst, der sie jagt, vor skrupellosen Politikern, die sie als Waffe missbrauchen wollen, vor sich selbst?

                                              Schreibstil

Kings Schreibstil ist sehr bildhaft, spannend und in den richtigen Augenblick temporeich, so dass der Leser richtig mitfiebern kann. Allerdings sind die häufigen Perspektivwechsel und insbesondere die Rückblenden etwas störend. Zum Glück sind diese klar gekenntzeichnet, dennoch empfiehlt sich ein gründliches Lesen.

                                                  Fazit

Ich liebe dieses Buch, nicht nur wegen Kings unvergleichbar malerischen Schreibstil, sondern auch wegen der Verbindung übersinnlicher Kräfte und dem Kindsein. Muss immer alles Ungewöhnliche schlecht sein?", ist hierbei die zentrale Frage.


Titel: Schattenfürst


Autorin: Kim Landers


Verlag: Plaisir d'amour


Erscheinungsjahr: 2011



                                                  Inhalt

Prag, im frühen 19. Jahrhundert: Mit Einbruch der Dunkelheit kehrt die Angst in Prag ein, denn die Nächte der Stadt werden von blutgierigen Vampiren beherrscht - allen voran Graf Jiri, Anführer der Vampire. Auf seinen pompösen Bällen wählt er schöne junge Frauen als Beute für die Orgien der Vampire aus. Ein Objekt seiner Begierde ist auch Karolina, eine junge Adelige. Auf der Flucht vor Graf Jiri wird sie von einem geheimnisvollen Mann gerettet: Fürst Dominik Karolyi. Vom ersten Moment an ist Karolina von dem düsteren Dominik fasziniert, nicht ahnend, dass auch er zu den Vampiren gehört! Einem Hilferuf ihrer Freundin Adela folgend, reist Karolina zum unheimlichen Schloss von Graf Jiris Mätresse, in dem Vampire ihr Unwesen treiben. Der Fluchtplan der Freundinnen scheitert, und Adela wird im Schloss gefangen gehalten. In ihrer Angst sieht Karolina keinen anderen Ausweg, als Dominik um Hilfe zu bitten. Der Fürst verspricht ihr zu helfen - aber er verlangt eine Gegenleistung von Karolina .

                                            Schreibstil

Die Autorin hat einen schönen, bildhaften, romantischen Schreibstil, welcher sich wunderschön an die historische Kulisse anpasst. Auch die erotischen Szenen sind sehr prickelnd und facettenreich dargestellt, so wie es sich für einen Roman dieses Genres gehört. Allerdings wirkt das Geschehen insgesamt etwas flüchtig und zu schnell.

                                                    Fazit

"Schattenfürst" ist ein schöner Vampirroman, den ich gerne ziwschendurch gelesen habe. Jedoch war die Entwicklung der Charaktere und das Fortschreiten der Handlung für mich etwas zu schnell. Ich hoffe auf Besserung in Teil Zwei.


Titel: Der Stoff, aus dem die Liebe ist


Autorin: Isabel Wolff


Verlag: Rowohlt Taschenbuch


Erscheinungsjahr: 2010

                                                        Inhalt

Jedes Kleid hat ein Geheimnis. Jede Frau auch. Endlich ist Phoebes großer Traum wahr geworden: Sie hat einen Laden für Vintage-Mode eröffnet. Jede der rauschenden Abendroben erzählt eine Geschichte. Und nichts macht Phoebe glücklicher, als das richtige Kleid für die richtige Frau zu finden. Doch noch immer überschattet ein schreckliches Ereignis ihr Leben. Damals hat sie nicht nur ihre große Liebe verloren, sondern auch die beste Freundin – für immer. Erst als Phoebe die Französin Thérèse kennenlernt, findet sie die Kraft, sich der Vergangenheit zu stellen. Denn die alte Dame weiß, was Schuld bedeutet.

                                               Schreibstil

Die Autorin hat einen sehr bildhaften und auch lebedigen Schreibstil, was bei den vielschichtigen, zahlreichen Charakteren und der gewählten Ich-Perspektive besonderes Lob verdient. Allerdings frage ich mich, was der Übersetzer sich bei den Titel gedacht hat, jener lässt eine leichte, banale Liebesgeschichte vermuten, was dieses Buch beileibe nicht ist. Die Liebe und der Zauber von Vintage, freundschaftliche Zuneigung und die Bedeutung von Schuld stehen im Vordergrund.

                                                 Fazit

Ich habe dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen und hoffe, das weitere Werke der Autorin auf dem deutschen Markt erhältlich sein werden. Aber ich hoffe, das sie diesmal einen anderen Übersetzer bekommt.


Titel: Tirnanorg-Schwertliebe


Autorin: Judith M. Brivulet


Verlag: neobooks Self-Publishing


Erscheinungsjahr: 2014

                                                    Inhalt

Schwertmeisterin bin ich, Esmanté d´Elestre. Mein Leitsatz lautet: »Ein ruhmreiches Leben bis zum ehrenvollen Tod«. Solange es noch nicht so weit ist, feiere ich zünftig mit harten Kämpfern und ein paar Humpen Bier beim Würfelspiel.

Bis vor kurzem dachte ich, dass mir niemand in Tiranorg im Kampf das Wasser reichen kann. Doch auf der Silbernen Burg geschehen bedrohliche Dinge. Dunkle Mächte greifen heimlich nach der Herrschaft im geliebten Cérnowia. Zu allem Übel kreuzt ein schier unwiderstehlicher Magiermeister meinen Weg. Er kommt aus Gwyneddion, dem Nachbarland im Westen, mit dem wir seit Ewigkeiten in Feindschaft leben. Ist er es wert, die Hinrichtung wegen Hochverrats zu riskieren? Gut, dass mir in diesen harten Zeiten wahre Freunde beistehen. Nur wer echte Kumpel hat, wie ich, darf hoffen, die bevorstehenden Abenteuer zu bestehen.

                                          Schreibstil

Die Autorin hat einen sehr bildhaften, schönen Schreibstil, welcher für ein Buch dieser Länge unverzichtbar ist. Man sieht die Welt von Tinonog wie ein mittelalterliches Gemälde vor seinen Augen erwachen.

                                                   Fazit

Ich finde die Geschichte wunderbar, sie erinnert teilweise an eine Mischung aus König Artus und Herr der Ringe, auch ein Neuaufguss zu sein. Ich warte auf den zweiten Teil.


Titel: Die Augen des Schmetterlings


Autorin: Frederica de Cesco


Verlag: Blamvalet Verlag


Erscheinungsjahr: 2005

                                                     Inhalt

Eine berühmte Designerin zu werden - das ist der Traum der jungen Finnin Agneta Pacius. In Tokio, wo sich Tradition und Avantgarde auf faszinierende Weise begegnen, beginnt sie ihre Ausbildung an einer renommierten Modeschule. Tief taucht sie dort ein in die verführerisch fremdartige Welt Japans. Und Hals über Kopf stürzt sie sich in eine rauschhafte Liebe zu Dan, einen umschwärmten Künstler. Allmählich jedoch bemerkt Agneta, dass über Dans Familie ein beängstigendes Geheimnis lastet. Da besinnt sie sich auf die magischen Kräfte des Sami-Volkes, in die ihre Grossmutter sie einst einwies. Doch es bedarf all ihres Wissens, um das drohende Unheil abzuwenden von dem Menschen, den sie mehr liebt als ihr eigenes Leben.

                                                Schreibstil

Die Autorin hat einen wundervollen, bildhaften Schreibstil, der das Buch niemals langweilig erscheinen lässt. Ob es um die Gefühle der Protagonisten, die faszinierenden Kulturen Japans und Finnlands oder auch die geschichtlichen Darstellungen des Zweiten Weltkriegs geht, der Leser kann optimal mitfühlen. Besonders die letzten Punkte erwecken den Wissendurst oder auch die Sehnsucht, es mal selbst zu erleben.

                                                    Fazit

Ich habe dieses Buch mehr als genossen und das von der ersten bis zur letzten Seite. Ich empfehle es dem Romantiker, dem Mystiker, dem Japan-Fan und dem Geschichtsinteressierten.


Titel: Die Kammerzofe


Autorin: Karla Weigand


Verlag: Heyne Verlag


Erscheinungsjahr: 2006

                                                 Inhalt

Auf der Flucht erzählt Julienne ihrer neuen Herrin die Geschichte ihres bewegten Lebens: Als dreizehnjähriges unbedarftes Bauernmädchen kommt Julienne im Jahre 1775 an den Versailler Hof. Schon bald entdeckt sie hinter all dem Glanz und der Pracht Falschheit und Dekadenz. Trotz der drohenden Ereignisse bleibt sie jedoch mit ihrer Herrin am Hofe, und so verquickt sich das Schicksal der einfachen Zofe mit dem der letzten Königin von Frankreich.

                                              Schreibstil

Dieser Roman ist das Debut der Autorin Karla Weigand. Schon bei diesem Buch kristallisiert sich ihr malerischer Schreibstil heraus. Auch finde ich es sehr schön, mal einen historischen Roman zur Zeit Marie Antoinettes zu lesen. davon gibt es  nicht viele. Die Charaktere, selbst solche, welche historisch belegten, werden sehr glaubhaft dargestellt und vertragen sich mit ihren Handlungen.

Leider wirkt der Roman aufgrund der Details und der geschichtlichen Fakten manchmal ein wenig langarmig. Ich bin der Ansicht, dass hundert Seiten weniger ausreichend gewesen wären.

                                                  F azit

Trotz des letzten Punktes halte ich "Die Kammerzofe" für empfehlenswert. Fans der Französischen Revolution und Leute, welche auch mal andere historische Settings als das Mittelalter erleben wollen, sind hier gut bedient.


Titel: Dracula, my love


Autorin: Syrie James


Verlag: Aufbau Taschenbuch


Erscheinungsjahr: 2010

                                                     Inhalt

England 1890: Mina ist glücklich mit Jonathan Harker verlobt, als sie sich in den charmanten Herrn Wagner verliebt. Selbst als sie bereits mit Jonathan verheiratet ist und erfahren muss, dass der faszinierende Fremde und der gefürchtete Dracula ein und dieselbe Person sind, kann sie nicht von ihm lassen. In ihrem intimen Tagebuch enhüllt uns Mina Harker, dass in Wahrheit alles noch erregender war, als es Bram Stoker in seinem Roman "Dracula" geschildert hat.

                                             Schreibstil

Zu dem Schreibstil kann ich nur sagen: Toll. Selten habe ich ein Buch gelesen, dessen Orte so bildhaft und Charakere so gefühlvoll und lebensecht beschrieben sind. Man fiebert, man leidet und genau das macht ein gutes Buch aus. Außerdem fand ich es faszienierend, ein wenig mehr über Mina Harker zu erfahren.

                                                 Fazit

Jedem, der romantisch-düstere, nicht zu kitschige Vampirromanzen mag oder dem die Originalausgabe von Bram Stoker's "Dracula" nicht ausreichend war, lege ich dieses Buch ans Herz.


Titel: Todesbräute

 

Autorin: Karen Rose

 

Verlag: Knaur Taschenbuch

 

Erscheingungsjahr: 2010

                                                    Inhalt

In einer amerikanischen Kleinstadt geschieht ein kaltblütiger Mord an einer jungen Frau. Der Killer hat ihr das Gesicht zertrümmert, sie nackt in eine Decke eingewickelt und in einen Graben geworfen. An ihrem Zeh findet die Polizei einen mysteriösen Schlüssel. Agent Daniel Vartanian übernimmt die Ermittlungen und findet heraus, dass vor dreizehn Jahren ein Mädchen auf dieselbe bestialische Art getötet wurde.
Ist der Mörder zurückgekehrt, oder handelt es sich um einen perfiden Nachahmungstäter? Bevor Vartanian weitere Spuren verfolgen kann, taucht Alexandra, die Zwillingsschwester des Opfers, auf. Unversehens gerät sie selbst ins Visier dieses brutalen Serienmörders.

                                           Schreibstil

Karen Rose hat einen sehr flüssigen, bildhaften Schreibstil, welcher für diese Art von Genre unerlässlich ist. Auch ist immer eine Romantik dabei, was ich persönlich sehr mag. Allerdings sind die Verstrickungen und Lebensgeschichten der einzelnen Charaktere, insonbesondere mit deren jeweiliger Vergangenheit mitunter etwas verwirrend und durcheinander.

                                                   Fazit

"Todesbräute" ist ein super Thriller von einer Autorin, die ihr Handwerk versteht. Aber es ist ein genaues Lesen nötig, um den Inhalt zu verstehen. Ich für meinen Teil werde mir weitere Bücher von Karen Rose zulegen.


Titel: Unheil


Autor: Wolfgang Hohlbein


Verlag: Piper Taschenbuch


Erscheinungsjahr: 2008

                                                  Inhalt

Mitten unter uns lauert eine tödliche Bedrohung: der Vampir. Der erbarmungslose Killer foltert seine Opfer und saugt ihnen das Blut aus. Als ihm die Ermittlerin Conny in einer finsteren Gothic-Disco auf die Spur kommt, gerät sie in einen Albtraum: Immer wieder erscheint ihr ein Phantom mit offenbar übernatürlichen Kräften. Unheimliche Geschöpfe eröffnen die Jagd auf sie. Conny wird in eine tödliche Intrige verstrickt. Und diejenigen, die sie immer für ihre engsten Verbündeten gehalten hat, entpuppen sich als undurchsichtige Gegner.

                                                Schreibstil

Wolfgang Hohlbein legt in diesem Roman einen deutlich brutaleren, groben Schreibstil vor als in seinen Fantasyromanen, welcher jedoch nichts an seiner Bildhaftigkeit einbüßt. Teilweise wirkt eben diese Art zu Schreiben etwas langarmig, wobei er an anderer Stelle wiederrum sein Fable für überaschende Wendepunkte zeigt.

                                                 Fazit

Mir hat "Unheil" sehr gut gefallen, wobei ich sagen muss, das der Stilwechsel, welchen der Autor mehr oder weniger vollzieht, seine eingefleischten Leser unter Umständen etwas abschrecken könnte. Trotzdem würde ich, sofern dies nicht das letzte Mal ist, weitere Bücher dieser Art von ihm kaufen.


Titel: Das Haus des vergessenen Glücks

 

Autorin: Mia Löw

 

Verlag: Piper Taschenbuch

 

Erscheinungsjahr 2015

                                                  Inhalt

Ausgerechnet, als die New Yorkerin Olivia ihren Mann bei einem unverzeihlichen Verrat ertappt, erreicht sie die Mail eines Berliner Verlages mit einer Einladung nach Deutschland: Sie soll eine Biografie über ihre Großmutter, den deutschstämmigen Broadway- Star Scarlett Dearing, schreiben. Sie zögert, doch als ihr Mann einen tödlichen Unfall hat, den ihre Tochter Vivien traumatisiert überlebt, sagt sie zu. Sie reist mit Vivien nach Berlin, wo die beiden nicht nur auf ein unfassbares Familiengeheimnis stoßen, sondern auch zwei mysteriösen Männern begegnen.

                                                Schreibstil

Die Autorin hat einen wunderschönen leichten Schreibstil, welcher sich sowohl auf die Gefühle der Protagonisten als auch auf die Beschreibung der Umgebung auswirkt. Besonders die geschichtliche Recherche über das 3. Reich als auch das Hineinversetzen in die völlig unterschiedlichen Charakere wie z.B. die noch jugendliche Vivian im Kontrast der erwachsenen Olivia haben mich sehr beeindruckt.

                                                  Fazit

Für das leichte, anspruchslose Lesen für Zwischendurch ist das Buch absolut empfehlenswert und ich werde mir auch noch weitere Bücher von ihr kaufen.


Titel: Feuerfrost: Die phantastische Geschichte von Brisingamen


Autor: Alan Garner


Verlag: Piper


Erscheinungsjahr: 1999

                                                     Inhalt

Colin und Susan sind zwei Kinder, die ihren Urlaub bei ihrem Onkel, dem Bauer Gowther Mossock verbringen. Zusammen mit seiner Frau Bess lebt er an der Edge, einer hügeligen Landschaft mitten in England auf seinem Hof Highmost Redmanhey. Mossock ist eine Seele von einem Mann, Bess eine tolle Köchin und das hügelige Vorland mit seinen alten Minen der ideale Ort, um einen Sommer zu verbringen – auf Susan und Colin wartet eine tolle Zeit.

Doch schnell stellt sich heraus, dass es vielleicht weniger der Zufall, als vielmehr das Schicksal war, dass die Geschwister nach Highmost Redmanhey geführt hat. Susan trägt ein Armband, dass sich seit Jahrhunderten im Besitz ihrer Familie befindet und eben jenes Armband steht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit finsterer Mächte. Eine alte Legende wird wahr und Maras, Lyblacs und Svarts tauchen plötzlich auf, um den Zauberstein, der sich im Armband befindet, aus den Händen der Kinder zu entreißen.
Doch zum Glück stehen Colin und Susan nicht allein – die vielen Eulen in ihrer Umgebung haben sie schon misstrauisch gemacht. Doch wachen die von Freunden geschickten Vögel über ihre Sicherheit und endlich geben sich die Helfer zu erkennen – es sind die beiden Vettern Fenodyree und Durathror – Zwerge.
Die beiden können zusammen mit dem mächtigen Zauberer Cadellin etwas Licht in die verworrene Angelgenheit bringen. Der Stein schützt den ewigen Schlaf von 139 Rittern, die erwachen werden und ausziehen sobald das Böse sich endgültig erhebt um die Menschheit ein für allemal ins Verderben zu stürzen. Ihre Kraft wird dann nicht in ihrer Zahl liegen, sondern in der Reinheit ihrer Herzen. Die Morthsippe und unter ihnen vor allem Grimnir, will das unter allen Umständen verhindern. Gemeinsam mit den koboldartigen Svarts machen sie Jagd auf die Kinder, um mit Hilfe des Steins Feuerfrost ihren finsteren Herrscher Nastrond zu befreien und das Ende der Welt, wie wir sie kennen, einzuläuten.

Fenodyree, Durathror, Cadellin und am Ende auch Mossock selbst, haben alle Hände voll zu tun, die Kinder und den Stein zu schützen. Eine wilde Jagd durch das moderne England beginnt und die Grenzen zwischen der Welt der Feenwesen und der Menschen verschwimmen, wie sie es bereits einst, vor vielen Jahrhunderten getan haben. Am Ende wird die Seite, die Feuerfrost besitzt, über das Schicksal der Welt entscheiden können.

                                              Schreibstil

Alan Garner gelingt es meisterlich, die gegenwärtige Realität mit der Sagen – und Märchenwelt Englands zu verknüpfen und zu einer faszinierenden Geschichte zu verdichten, die man immer und immer wieder zur Hand nehmen kann. Sein bildhafter Schreibstil lässt den Leser ganz in seine Welt eintauchen, außerdem wird die Story mit glaubwürdigen Charakteren rasch vorangetrieben, auch wenn die Kinder am Schluss ein wenig verblassen.

                                                     Fazit

Auch wenn viele dem Autor vorwerfen werden, das er abschreibt oder auf ener gerade aktuellen Welle mitschwimmt, habe ich dieses Buch sehr gerne gelesen. Denn auch wenn einige Elemente begeisterten Fantasy-Lesern mit Sicherheit gekannt sein werden, so wurden sie hier doch sehr schön umgesetzt. Und, mal ernsthaft? Welcher Autor bedient sich nicht irgendwo an klassischen Elementen?