Titel: Djuna oder das Herz mit den vier Kammern


Autorin: Anais Nin


Verlag: Knaur Taschenbuch Verlag


Erscheinungsjahr: Deutsche Erstausgabe 1983, 2000 bei Knaur erschienen.

                                                         Inhalt

Aus ihren Tagebüchern weiß man, das Anais Nin während ihrer Pariser Zeit ein Hausboot auf der Seine bewohnte.


Ein Hausboot ist auch der Hauptschauplatz der leidenschaftlichen und verzweifelten Liebe zwischen Djuna und Rango. Rango ist ein Mann "wie aus der Frühzeit der Mayawelten", der aber von großen Taten nur träumt und zudem an eine Frau gefesselt ist, die ihre Krankheit als Waffe benützt-eine Waffe, die ihr Macht gibt über die beiden Liebenden. Lange glaubt Djuna in ihr den eigentlichen Feind zu sehen, immer wieder verdrängt sie die Einsicht, dass es Rangos gespaltenerCharakter ist, der die Einhalten zweier Liebender, von der sie träumt, unmöglich macht. Diese Einheit gibt es nur für Augenblicke, im Moment der körperlichen Vereinigung. Djuna ahnt, dass das etwas mit der grunsätzlichen Fremdheit zwischen Mann und Frau zu tun hat.

Aber sie glaubt an die Liebe und sie ist diesem männlichen Körper verfallen, seiner Glut, aber auch der Hilflosigkeit des Mannes, den zu schützen sie sich verpflichtet fühlt.

                                               Schreibstil

Anais Nin hat einen, nach unserem heutigen Empfinden, sehr ungewöhnlichen Schreibstil, welcher sich darin äußert, das nicht zuerst die Umgebung beschrieben, bevor man in das Gefühlsleben oder die Sicht der Protagonisten einsteigt. Alles, was man von der Umgebung und deren Aussehen mitbekommt, sieht man allein durch die Augen der Charaktere, vorwiegend Djunas, und deren Gefühlen.

                                                    Fazit

Mir hat "Djuna oder das Herz mit den vier Kammern" sehr gut gefallen, denn obwohl es als Erotik-Roman gilt, liegt das Fokus nicht auf der reinen Beschreibung von sexuellen Handlungen, sondern stellt die weibliche Sinnlichkeit, die Leidenschaft und den verzweifelten Glauben an die Liebe, für die man alles zu opfern bereit ist, in den Vordergrund. Jedoch sollte der streng moderne Leser sich vor einem eventuellen Lesevergnügen einen Auszug anschauen, um sicherzustellen, das er mit dem Schreibstil zurecht kommt.


Titel: Sturmwelten- Unter schwarzen Segeln (Sturmwelten Teil 2)


Autor: Christoph Hardebusch


Verlag: Heyne


Erscheinungsjahr: 2009

                                                      Inhalt

Die Reise ins Unbekannte beginnt! Während das schwarze Schiff unerreichbar verloren scheint, verdunkelt sich der Himmel über den Sturmwelten. Eine unglaubliche Flut kündigt sich an, in Corbane bricht ein Sturm los, der alles hinwegzufegen droht. In dieser gefährlichen Zeit schlägt erneut die Stunde des Freibeuters Jaquento. Gemeinsam mit der Offizierin Roxane sticht er in See, um eine magische Katastrophe abzuwenden.

                                              Schreibstil

Wie auch schon im ersten Band gelingt es Christoph Hardebusch den Leser durch seinen lebendigen Schreibstil an dieses Buch zu fesseln und ihn die Länge hinweg sehen zu lassen. Besonders gefällt mir an dieser Stelle auch, das er die starre Moral, welche sowohl im Buch als auch in der realen Welt herrscht, infrage stellt.

                                                   Fazit

"Sturmwelten-Unter schwarzen Segeln" ist ein würdiger Nachfolger des ersten Bands und wird sowohl eingefleischte Fans als auch Leser der ungewöhnlichen Fantasy begeistern. Ich mochte inbesondere die Cliffanger und eben die moralischen Thesen. Nach dem Motto: "Passe auf, was du tust und denkst, denn der wahre Feind ist manchmal ein ganz anderer" oder "Siehe niemals nur dei Verfehlung allein, mitunter gibt es für sie gute Gründe."


Titel: Sturmwelten


Autor: Christoph Hardebusch


Verlag: Heyne


Erscheinungsjahr: 2008

                                                        Inhalt

Ein Reich inmitten der Weltmeere, besiedelt von riesigen Meeresschildkröten, feuerspeienden Drachen und schillernden Wassermagiern. Stürmische Ozeane, gepeitscht von Wind und Wellen, befahren von kaiserlichen Armeen, blutrünstigen Piraten und geheimnisvollen Zauberern. Als wie aus dem Nichts ein legendäres Kolonialschiff mit einer magischen Ladung auftaucht, schlägt die Stunde des Freibeuters Jaquento – und es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.

                                                  Schreibstil

Der Autor hat einen sehr lebendigen Schreibstil, in welchem er sowohl seine Neigung zu Fantasy-Rollenspielen sowie seinen früheren Beruf als Journalist als auch seine Vorliebe für Geschichte offenbart. Dabei stellt er sich so geschickt, das der Roman, trotz seiner bachtlichen Länge (ca. 900 Seiten) nicht langweilig wird

                                                        Fazit

Christoph Hardebusch gelingt es in "Stumwelten" wunderbar, Fantasy mit der Geschichte der Seefahrt zu verbinden und er macht dabei auch nicht den Fehler, seinen Leser mit zuvielen Fakten, Fachbegriffen und Daten zu quälen. Ich liebe dieses Buch und freue mich auf den 2. Teil.


Titel: Dein Schatten, dem ich folgte


Autor: Robert Goddard


Verlag: Goldmann


Erscheinungsjahr: 1990

                                                    Inhalt

London 1910: In der Regierungszeit König Edwards II jagt ein Skandal den anderen. Betrug, Intrigen, Korruption und Gerüchte prägen des Alltag – erst recht in der Politik. So gesehen also nichts Ungewöhnliches, wenn eine Suffragette im Eifer des Gefechts das Fenster des Innenministers mit einem Ziegelstein einwirft. Dieses Zusammentreffen der ebenso hitzigen wie attraktiven Elizabeth Latimer mit Edwin Strafford bleibt nicht folgenlos. Für Strafford wird Elizabeth die große Liebe, ihretwegen gibt er seine politische Karriere auf und verzichtet auf sein Amt. Vor dem Traualtar kommt es jedoch zum Eklat: Mit dem Satz, er wisse schon warum, lässt Elizabeth ihn stehen und verschwin-det. Für Strafford bricht eine Welt zusammen. Langsam wächst in ihm der Verdacht, dass irgendjemand seine Existenz vernichten will. Aber wer und warum, bleibt ein Rätsel. Erst Jahre später versucht der verhinderte Historiker Martin Radford, den Fall wieder aufzurollen. Gewissen Kreisen liegt offenbar immer noch daran, dass die wahren Hintergründe um Straffords Rücktritt nicht aufgedeckt werden. Und dabei schreckt man auch vor Mord nicht zurück ... 

                                               Schreibstil

An diesem Buch fand ich besonders schön,das der Historiker Martin Radford die Geschichte aus der Ich-Perspektive schildert. Dadurch wird das Geschehen persönlicher. Allerdings wirkt der Schreibstil des Autors unter Umständen durch die teilweise komplizierten politischen Ränkespielchen mitunter etwas langarmig.

                                                  Fazit

Ich habe dieses uch sehr gerne gelesen und bin mir gewiss, das es die Fans des Polit-Thrillers auf jeden Fall begeistern wird. Aber man sollte nicht vergessen; Konzentration und genaues Lesen ist bei diesem Werk Voraussetzung


Titel: Die Glut


Autor: Philippa Gregory


Verlag: Aufbau Tb


Erscheinungsjahr: 2003


                                                Inhalt

Beatrice Lacey – klug, schön und leidenschaftlich – kämpft um den Besitz des elterlichen Guts, das nach gängigem Recht des 18. Jahrhunderts ihrem Bruder Harry, dem männlichen Nachkommen, zufällt. Vor nichts schreckt sie zurück, um ihr Ziel zu erreichen. Beatrice ist eine Heldin, die trotz ihrer skrupelosen Taten durch ihren bezwingenden Charme und die Tragik ihres Schicksals fasziniert.

                                               Schreibstil

An dieser Autorin ist immer wieder fasznierend, wie sie ihre historischen Romane bildhaft und kraftvoll gestaltet, ohne den Leser mit zuvielen Fakten oder gar Daten zu langweilen. Da darf ein Buch, wie es in diesem hier der Fall ist, auch mal gerne fast 700 Seiten umfassen

                                                 Fazit

"Die Glut" ist ein durch und durch lesenswertes Buch, wobei mich der Charakter der Beatrice am meisten fasziniert. Es kommt selten vor, das der Leser die Gelegenheit bekommt, konsequent einen Blick in die Gefühlswelt einer "Anti-Heldin" zu werfen. Allerdings enthält das Buch auch einige, sage ich mal, pikante und harte Szenen, von denen der Leser sich nicht abschrecken lassen sollte


Titel: Rachekind


Autor: Janet Clark


Verlag: Heyne Verlag


Erscheinungsjahr 2013

                                                   Inhalt

Hannas Mann Steve verschwindet spurlos. Hanna ist sich sicher, dass etwas Schlimmes passiert ist, doch niemand glaubt ihr, bis ihre einjährige Tochter Lilou fast entführt wird. Als Lilou sich immer mehr verändert, scheint es, als stehe sie in Kontakt mit ihrem Vater. Hanna begreift, dass dies ihre einzige Chance ist, Antworten zu bekommen, und dass sie niemandem in ihrem Umfeld trauen kann. Sie macht sich allein auf die Suche nach der Wahrheit und begibt sich dabei in tödliche Gefahr ...

                                               Schreibstil

Die Autorin hat einen sehr bildhaften Schreibstil, welcher zweifelsohne zu der beabsichtigten, beklemmenden Atmosphäre des Buches passt. Allerdings wird das Verfolgen aufgrund der ganzen , ich möchte es mal "Trugbilder" nennen, mitunter etwas kompliziert. Von einem kurzen Überfliegen ist daher abzuraten.

                                                    Fazit

"Rachekind" ist ein sehr lesenswerter Thriller und bestimmt nicht das letzte Buch, was ich von dieser Autorin haben werde. Jedoch wirkten die zahlreiche, vorsetzlichen Irrungen mitunter etwas kompliziert und erwarten ein sehr genaues Lesen. Daher ist "Rachekind" als "Lektüre für zwischendurch" ungeeignet und eher ein längeres Vergnügen.


Titel: Phantom der Lust


Autor: Colette Gale


Verlag: rororo


Erscheinungsjahr: 2008

                                                      Inhalt

Im Schatten der Begierde Von dem mysteriösen Phantom hat an der Pariser Oper schon jeder gehört. Doch die junge Sängerin Christine kennt den dunklen Geist des Hauses besser als alle anderen. Er ist ihr Engel der Musik, der sie das Singen lehrt und die Liebe. Im Schutz der Dunkelheit verführt er Christine mit seiner Stimme und mit sinnlichen Berührungen. Aber nicht alle gönnen Christine ihren Erfolg.

                                               Schreibstil

Böse Zungen behaupten, das "Erotikromane" immer platt und niveaulos seien. Dem kann ich hier entschieden widersprechen. Obwohl der Sex natürlich im Vordergrund steht, bedient die Autorin sich eines flüssigen Erzählstils, welcher den Leser sowohl in die Gefühle der Protagonisten als auch ins 19. Jahrhundert leitet


                                                Fazit

Dieses Buch ist nicht nur für Fans des historischen Erotikroman geeignet. Auch so mancher Anhänger vom dem Musical wird seine Freude daran haben.


Titel: Die Geliebte des Samurai


Autor: Takashi Matsuoka


Verlag: Goldmann


Erscheinungsjahr: 2006

                                                    Inhalt

Japan, 1311: Die wunderschöne Fürstin Shizuka sitzt am Turmfenster und beobachtet, wie Feinde ihre Burg erobern und die Nacht in Flammen setzen. Während sie voller Demut ihren Tod erwartet, schreibt sie die geheimnisvolle Familiengeschichte ihres Clans, der Okumichi nieder. Erst Jahrhunderte später wird ihr Vermächtnis gefunden: 1867 beauftragt Lord Genji, jüngster Spross der Okumichi, die junge Missionarin Emily Gibson mit der Übersetzung der wertvollen Schriftrollen und fordert damit ihr gemeinsames Schicksal heraus …

                                              Schreibstil

Auch wenn der Autor zweifelsohne sehr bildhaft und ansehnlich schreibt, so ist das Buch durch die seiner häufigen Perspektivenwechsel zwischen den Charakteren, von denen man viele erst im Buch selbst kennenlernt, etwas schwierig nachzuvollziehen. Gleichzeitig erweckt es durch die gründliche Recherche Lust an der Geschichte Japans

                                                     Fazit

Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und habe keine Bedenken, das es, besonders die geschichtlich interessierten Japan-Fans begeistern wird. Dennoch empfehle ich dieses Buch vorwiegend Lesern, welche ein langwieriges Lesevergnügen und nicht etwas für "Zwischendurch" suchen, denn für Letzteres ist "Die Geliebte des Samurai" nicht geeignet.


Titel: Sakura Blood


Autor: Yuuri Matsumoto


Verlag: Books on Demand


Erscheinungsjahr: 2015

                                                 Inhalt

Die fünfzehnjährige Migumi bekommt einen Anhänger zum Geburtstag geschenkt.  Und damit fangen ihre Probleme an.  Erst sind es nur kleine Blackouts, doch schon bald nimmt der Schrecken hinter dem Anhänger Gestalt an.  Etwas Böses sucht sich seinen Weg in die Welt. Und es nimmt keine Rücksicht! Migumi will dem Ganzen auf den Grund gehen. Es stellt sich heraus, dass sie nicht alleine ist. Aber wird ihr das helfen? Und was, wenn ihr nicht gefällt, was sie herausfindet?  „Wenn du einen Geist siehst,lauf!  Wenn er dich verfolgt, lauf weiter! Dreh dich nicht um."

                                             Schreibstil

Gemäß Biographie ist der Autor noch sehr jung und außerdem ist dies sein Erstlingswerk. Das ist teilweise an dem, für den geübten Leser, teilweise etwas holprigen Schreibstil zu merken, was für mich persönlich jedoch nicht schlimm ist. Auch einzelne Schwächen der Formatierung sind wohl eher dem (Selbst)verlag zuzuschreiben als dem Autor selbst.

                                                  Fazit

"Sakura Blood" ist die erste  japanische Geistergeschichte, die ich gelesen habe und mochte sie sehr. Das Talent und Werkzeug dieses Jungautors ist aufbaufähig und rechtfertigt den Wert, auch mal tiefer zu blicken als nur zu den aktuellen Bestsellern


Titel: Die Priesterin der Insel


Autor: Juliet Mariller


Verlag: Knaur TB


Erscheinungsjahr: 2004

                                                 Inhalt

die beiden Jungen Eyvind und Somerled lernen sich kennen, als man Somerled bei Eyvinds Familie "ablädt". Obwohl der fremde Junge sehr in sich gekehrt und seltsam ist, freundet sich der gutherzige Eyvind mit dem intelligenten, hintergründigen Somerled an - und schließt mit ihm schließlich auch eine Blutsbrüderschaft.
Viele Jahre später hat sich Eyvind zu einem stolzen Wolfskin, einem Elitekrieger des Königs gemausert, Somerled hat sich einen Ruf als Rechtgelehrter und Barde erworben. Da bricht Somerleds älterer Bruder zu einer abenteuerlichen Reise zu den Orkneys auf, auf die ihn auch Eyvind und Somerled begleiten.
Doch auf den Inseln wendet sich das Schicksal nach und nach gegen die Wikinger. Zunächst werden sie freundlich aufgenommen, doch dann stirbt Ulf - und Somerled greift mit aller Gewalt nach der Macht. Kann Eyvind seinen Freund aufhalten, bevor er die (keltischen) Einwohner der Inseln ausrottet? Und kann er Nessa, die Priesterin der Insel, retten?

                                            Schreibstil

Frau Mariller gelingt der Sprung zwischen Historie und Fantasy sehr gut, was auch an ihrem bildhaften und sehr detaillierten Schreibstil erkennbar. Auch zeugen zahlreiche Fremdworte (hinten befindet sich ein Glossar) von ihrer Beschäftigung mit diesem Thema. Allerdings ist es genau dieser Detailreichtum, welcher den Roman etwas langarmig und zum Teil schwierig zu lesen macht.

                                                Fazit

Dieser Roman erfüllt den typischen Standard einer Mariller-Geschichte, was außer Frage steht. Doch über den Sinn oder Unsinn ihres Detailreichtums kann man sich streiten. Deswegen empfehle ich das Buch Leser, welche keine Lektüre für zwischendurch, sondern etwas, das länger bleibt, suchen


Titel: Geisterlicht


Autor: Marion Zimmer Bradley


Verlag: Heyne


Erscheinungsjahr: 1999

                                              Inhalt

Das Tor zu den Göttern zu öffnen, Menschenwelt und Götterwelt wieder zu vereinen und dadruch unermeßliche Macht zu erreichen, ist sein Ziel. Julian Pilgrim weiß genau, das er dazu ein Ritual wiederholen muss, das vor dreißig Jahren der charismatische Magier Throne Blackburn vorbereitet hatte. Doch in jener stürmischen Gewitternacht brach in Shadows' Gate das Chaos aus, und Blackburns Lebensgefährtin kam damals unter mysteriösen Umständen ums Leben. Was Julian Pilgrims Pläne jedoch durchkreuzt: Blackburns Tochter Truth will den Geschehnissen von damals auf die Spur kommen.

                                            Schreibstil

In Geisterlicht eröffnet Marion Zimmer Bradley einen beeindruckenden Einblick in die moderne Fantasy und zeigt, das man dafür nicht zwangsweise die Orientierung am "Alten" benötigt. Dazu passt ihr bildhafter Schreibstil, welcher den Lesen mit jedem einzelnen Protagonisten mitfühlen lässt.

                                               F azit

Es ist erstaunlich, wie Marion Zimmer Bradley es schafft, dem Leser zu zeigen, das Fantasy nicht unbedingt in die "alte Zeit" gehört, sondern auch in der Moderne ihren PLatz findet. Ich habe diesen Roman sehr gerne gelesen, nur am Schluss kam ein Hauch von Bedauern, da die Autorin nicht mehr bei uns ist.


Titel:  Das Zeichen des Vampirs


Autor: Susan Hubbard


Verlag: cbj Kinder- und Jugendbücher


Erscheinungsjahr: 2009


                                                             Inhalt

Das Mädchen Ariella Montero wird von ihren Vater mehr als behütet und von der Außenwelt abschirmt, was sie selbst jedoch kaum stört. Erst, als ab 13 Geburtstag eigenartige Dinge geschehen, beginnt sie, Fragen über ihre Herkunft und vor allem über sich selbst zu stellen und kommt schließlich einem dunklen Geheimnis auf die Spur: Ihr Vater wurde kurz vor ihrer Geburt durch einen Biss zum Vampir und jetzt, in der Pubertät, deuten erste Anzeichen darauf hin, dass auch Ariella Vampirin ist.

Die Ereignisse überschlagen sich, als eines Nachts Ariellas beste Freundin Kathleen ermordet aufgefunden wird und alles auf ihren Vater hindeutet, welcher seinen Blutdurst gestillt hat . Oder war es vielleicht sogar Ariella selbst? Um den polizeilichen Ermittlungen zu entgehen, flieht Ariella nach Süden, um ihre Mutter zu suchen und wird dabei mit dem wahren Geheimnis ihrer Familie konfrontiert.

                                           Schreibstil

Der Schreibstil von Susam Hubbert ist sehr angenehm und nicht zuletzt durch eine gewisse Umgangssprachlichkeit seiner Zielgruppe (Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre) mehr als optimal angepasst. Aber auch Erwachsene kommen nicht zu kurz, auch sie werden sich problemlos in Ariellas Hilflosigkeit und ihrem inneren Choas. Das Einzige, was mir negativ auffiel, war eine gewisse Emotionsarmut; besonders beim Handeln der Charaktere und das nicht nur, als es um das Verschweigen ging.


                                                 Fazit

Ich gebe an dieser Stelle ehrlich zu, das es im Allgemeinen sehr schwer ist, mich für Jugendbücher zu begeistern; dennoch hat "das Zeichen des Vampirs mich positiv überrascht. Obwohl ich den Vergleich mit Anne (Quelle: Amazon) etwas übertrieben fand, würde ich ein weiteres Werk der Autorin lesen.


Bild entnommen von: http://www.amazon.de/Das-Zeichen-Vampirs-Susan-Hubbard-ebook/dp/B004OL2GWG/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1435557924&sr=8-1&keywords=Das+Zeichen+des+Vampirs


Titel: Die Glasglocke


Autorin: Sylvia Plath


Verlag: Suhrkamp (Auflage: 2005)


Erscheinungsjahr: 1961( 1.Auflage)

                                                   Inhalt

Die ehrgeizige und talentierte Literaturstudentin Esther Greenwood hat ein vierwöchiges Volontariat bei einer New Yorker Modezeitschrift gewonnen. Die Metropole rührt sie in vielerlei Hinsicht auf: Das ihr anerzogene Pflichtgefühl passt nicht zu der ungewohnten Freiheit in der Großstadt. Sie sehnt sich nach ersten sexuellen Erfahrungen, möchte aber gleichzeitig die Erwartungen ihrer Mutter und ihres Freundes Buddy nicht enttäuschen.
Bei der Rückkehr aus New York erfährt sie, dass sie nicht zu dem Schriftstellerkurs angenommen wurde, auf den sie sich gefreut hatte. Esthers innere Zerrissenheit und die Langeweile in der Kleinstadt vergrößern die Depression des Mädchens, das schließlich von ihrer Mutter an einen Psychologen verwiesen wird. Er unterzieht sie einer Elektroschocktherapie, worauf Esther verschiedene Selbstmordmethoden ausprobiert. Nach einem Suizidversuch erkennt Esther im Krankenhaus, dass sie sich immer »unter der gleichen Glasglocke« befindet, gleich, ob sie »auf dem Deck eines Schiffes oder in einem Straßencafé in Paris oder Bangkok« saß. Kurz vor der Entlassung »aus der Anstalt« lernt sie Irwin, einen Mathematikprofessor, kennen, der sie defloriert. Durch die sexuelle Erfahrung gestärkt, verkraftet sie den Freitod ihrer Freundin Joan ebenso wie die Trennung von Buddy, der ihr mit Blick auf die Zeit, die Esther in der Nervenheilanstalt verbringen musste, die Frage stellt: »Ich bin gespannt, wer dich jetzt heiratet, Esther.« In diesem Satz kulminiert die gesamte Spießbürgerlichkeit der amerikanischen Gesellschaft, die Esthers Leiden ausgelöst hat.

                                            Schreibstil

Sylvia Plath lässt in ihrem einzigen Roman viele autobiographische Einflüsse erkennen, was sich auch in ihrem Schreibstil bemerkbar macht: Zwar ist der Satzbau recht einfach und beileibe nicht außergewöhnlich schwer. Dennoch spürt der Leser chronisch einen gewissen Unterton, welcher zwiscen Euphorie und tiefer Trauer, zwischen Hoffnung und Verzweiflung schwankt. Dennoch sollten Erwachsene sowie auch junge Leser auf ihre Kosten kommen.

                                                  Fazit

Dieser Roman ist eine schonungslose Abrechnung an der amerikanischen Gesellschaft, welche keine eigenen, andersartigen Individuen zulässt. Ein Zustand, an dem sich bis heute nicht geändert hat. Und auch, wie Esther an ihrer Selstverwirklichung scheitert. Sie landet in der Anstalt und wird mehr gequält als behandelt. Beim Lesen schwankte ich zwischen Mitgefühl und Wut, trotzdem bedauere ich aufrichtig, das dies der einzige Roman von Sylvia Plath ist, denn ich würde weitere kaufen

Bild entnommen von http://www.amazon.de/Glasglocke-suhrkamp-taschenbuch-Sylvia-Plath/dp/3518456768/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1435557825&sr=8-1&keywords=Die+Glasglocke


Titel: Die Erbin der Festung


Autorin: Elizabeth Chadwick


Verlag: Blanvalet


Erscheinungsjahr 2006

                                             Inhalt

England 1148. Brunin FitzWarin ist ein stilles, in sich gekehrtes Kind. Deshalb schickt ihn sein Vater auf die Burg von Ludlow, wo er zu einem starken und unerschrockenen Ritter ausgebildet werden soll. Zwischen Falkenjagden und Kriegszügen verbringt der Junge seine Zeit mit der Tochter des Burgherrn. Der scheue Brunin und die temperamentvolle Hawise freunden sich an. Und eines Tages spüren sie, dass aus ihrer Jugendfreundschaft Liebe geworden ist. Doch ihr Glück ist Gefahren ausgesetzt, denen Brunin mit aller Kraft trotzen muss ...

                                        Schreibstil

Vom Satzbau her bedient die Schriftstellerin sich dem gängigen Wechsel zwischen kurzen und etwas längeren Sätze, wobei sie sich dabei sehr geschickt anstellt. Auch die Darstellung der "Farbenpracht" des Mittelalters sowie der Gefühle ihrer Protagonisten sind ihr gut gelungen

                                              Fazit

In Anbetracht der Länge würden einige "Die Erbin der Festung" schon als Epos bezeichnen; das kann man bedenkenlos tun. Allerdings ist genau hier das Problem; für manche nicht so beigeisterte oder auch etwas träge Leser könnten die Beschreibungen, insbesondere der Umgebung etwas zu langarmig sein. Dennoch werde ich für meinen Teil weitere Bücher der Autorin lesen


Titel: Blutraub


Autor: B.H. Fingerman


Verlag: Piper


Erscheinungsjahr: 2009

                                                Inhalt

Philip Merman ist ein Einzelgänger. Er lebt zurückgezogen in einem kleinen Apartment in Queens, pflegt kaum soziale Kontakte und arbeitet nur nachts. Doch der Durst lässt ihn nicht ruhen. Denn Phil ist ein Vampir. Seine Opfer sind die Schwächsten der New Yorker Unterwelt, Obdachlose und Drogensüchtige. Sein einziger Gefährte ist der undurchsichtige Shelley. Doch es gibt noch eine andere Vampirwelt in Manhattan, die der Superreichen und Dekadenten. Als Phil diese für sich entdeckt, holt ihn ein Geheimnis aus seiner Vergangenheit ein. Und er muss eine Entscheidung treffen, die auch für einen Vampir alles bedeutet – Leben oder Tod.

                                           Schreibstil

Der Schreibstil ist anspruchsvoll für dieses Genre und passt sich der düsteren Atmosphäre sehr gut an. Beeindruckend ist auch, dass der Autor die schwierigste Perspektive (Ich-Erzähler) gewählt hat

                                                     Fazit

ch habe "Blutraub" recht gerne gelesen, auch wenn es, gerade wenn man die momentanen "Vampir-Romantik" Aufschwung bedenkt, vollkommen aus dem Rahmen fällt. Denn wer Romantik nach Biss oder knisterne Sexszenen nach Mina Hepsen erwartet, wird von diesem Buch definitiv enttäuscht sein. "Blutraub" beleuchtet das Vampirdasein von einer ganz anderen Seiten, nämlich der schmutzigen Seite. An der Figur des Philip wird deutlich, welche traurig-depressiven Seiten das Vampirdasein haben kann. Er saugt Obdachlose aus, seine Ehe ist gescheitert und hat wenig Freunde. Auch als er die Elite der dekadenten Vampire kennenlernt, sind seine Zweifel und Fragen keineswegs gelöst. Es war sehr interessant, mal wieder eine andere Variante des Vampirseins zu lesen, die es zweifelsohne auch geben muss.


Titel: Fluch der Finsternis


Autor: Sarah Rayne


Verlag: Goldmann


Erscheinungsjahr: 2007


                                                   Inhalt


Die junge Psychologin Antonia Weston sucht Zuflucht in der Einsamkeit des verschlafenen Ortes Amberwood. Doch ihre Ruhe wird gestört durch Erinnerungen an ihre schreckliche Vergangenheit. Außerdem macht ihr die nahe gelegene, unheimliche Mühle Twygrist Angst und fasziniert sie gleichzeitig. Wie besessen versucht sie, die blutigen Geheimnisse von Twygrist zu lüften. Dabei übersieht Antonia beinahe, dass die Mühle für sie zur tödlichen Falle werden soll – wie schon für viele junge Frauen zuvor .

                                              Schreibstil

Der Schreibstil ist sehr flüssig, bildhaft und passt sich der Düsternis sehr gut an. Allerdings wirkt er zeitweise recht überkonstruiert.

                                                   Fazit

Ein schöner Psychothriller, von dessen Sorte ich jederzeit wieder lesen würde.


Titel: Morgenrot


Autorin: Tanja Heitmann


Verlag: Heyne


Erscheinungsjahr: 2008

                                                  Inhalt

Als die junge Studentin Lea in der Villa ihres Professors auf Adam trifft, ist sie vom ersten Augenblick an gebannt. Adam ist unwirklich schön, schweigsam – und er hat ein tödliches Geheimnis: Er ist von einem Dämon besessen, der ihn dazu zwingt, Lea auf die dunkle Seite zu ziehen. Doch mit aller Macht kämpft er dagegen an. Denn er liebt Lea. Eine Liebe, in der ein einziger Kuss alles verändern kann

                                              Schreibstil

Insbesondere unter der Berücksichtigung das es sich um einen Erstling handelt, ist der Schreibstil recht annehmbar und, passend zur Geschichte, sehr bildhaft. Allerdings gibt es auch Passagen (besonders bei Adams inneren Konflikten), wo er ein wenig plump wirkt.

                                                Fazit

Nun hat die Autorin, wie so viele andere auch, das Pech, das ihr Buch natürlich mit Twilight verglichen wird. Wobei das, meiner Ansicht nach, schwer möglich ist. Schon allein, weil Adam kein Vampir im klassischen Sinne, sondern eher ein Besessener ist. Dies hätte man bei der Inhaltsangabe durchaus besser ausdrücken. Nichtsdestotrotz ist "Morgenrot" ein schönes Buch, was mich persönlich dazu verleitete, weitere Werke der Autorin zu kaufen.