Vor einigen Wochen lernte ich den Fotograpfen Dirk Ludwig kennen, der mich fragte, ob ich an seinem Projekt "Gib den Dpressionen ein Gesicht" mitmachen wolle. Obwohl ich selbst keine Betroffene bin und das Ganze eher als Beobachterin sehe, stimmte ich zu.

 

ZIEL des Projektes ist es, DEPRESSIONEN ALS KRANKHEIT bekannter zu machen. MEHR VERSTÄNDNIS für Betroffene in der Bevölkerung zu erreichen, indem durch emotionale Bilder und Worte Botschaften transportiert werden, wie sich ein depressiver Mensch fühlt. BETROFFENEN MUT ZUZUSPRECHEN, zu Ihrer Krankheit offen zu stehen. Die Krankheit aus der - nach wie vor teilweise bestehenden - TABUZONE HERAUS ZU BEKOMMEN.

 

 

 

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Deshalb versuche ich mit meinen Fotos die Schönheit des Augenblicks einzufangen. Ob es die wunderbare Lichtstimmung ist, die das Model besonders vorteilhaft darstellt oder die besondere Idee, die einen Schnappschuss von einem Kunstwerk unterscheidet, spielt dabei keine Rolle. Ich mag Fotos, die Geschichten erzählen und Emotionen befördern. Meine Gestaltungsmittel in der Abbildung des Menschen sind vielfältig. Künstlerische Fotografie ist meine große Leidenschaft.

 

 

 

Spezialisiert habe ich mich auf die Peoplefotografie, von Portrait, über Fashion und Dessous bis hin zu Akt- oder Fetisch-Aufnahmen. Mein Fotostudio in 31008 Elze (bei Hannover) bietet eine behagliche fast familiäre Atmosphäre. Gern fotografiere ich aber auch in sehr coolen „Lost Places“.

 

 

 

Im Laufe meiner dreizigjährigen fotografischen Laufbahn wurde ich mehrfach ausgezeichnet, z.B. als Deutscher Meister der Fotografie oder auch mit dem besonderen Titel „EFIAP“ vom Weltverband der Fotografie.

 

Ich bin seit dreissig Jahren mit meiner Frau verheiratet. Unsere beiden Töchter sind inzwischen groß und stehen auf eigenen Füßen. Nach wie vor  ist die Fotografie lediglich mein Hobby. Vor wenigen Jahren wurde ich durch eine schwere Krankheit aus meiner Tätigkeit im Management einer Bank herausgerissen. Nun nutze ich meine Zeit als Rentner und versuche mein Hobby - die künstlerische Fotografie - mit einem „gemeinnützigen“ Engagement zu verbinden.

 

Leseproben

Verrückt?

Schon immer hat sie die Wärme der Finsternis gespürt,

 

Sich in ihrer Umarmung geborgen gefühlt.

 

Ihre seelische Heimat war schon immer die Nacht,

 

lächelnd genoss sie die Berührung, den Hauch von Macht,

 

bei Mondenschein sie leise lacht

 

oder auch genüsslich das Blut freiwilliger Opfer trinkt,

 

im Chor sie mich ihnen so manches Lied singt.

 

 

 

Dennoch ist ihr Herz voller Güte,

 

und es schmerzt sie, wenn andere kreischen: „Verrückte!“

 

und leise versuchen, alles zu zerstören

 

dabei will sie nur sich selbst gehören.

 

Ihr Verständnis hat manchem schon die Seele erwärmt,

 

als er von Einsamkeit und Kälte hat geschwärmt.

 

Doch tiefer und tiefer ziehen sich ihre Narben,

 

gibt es keinen Frieden mehr in diesen Tagen?

 

 

 

„Lasst mich einfach in Ruhe,

 

und blickt nicht argwöhnisch auf jeden Schritt, den ich tue.

 

Es tut weh und schmerzt,

 

ihr seid bunt und normal, dennoch habt ihr Herz.

 

Es ist ganz alleine mein Leben,

 

müsst ihr zu allem ungefragt eure Meinung abgeben?

 

Ich brauche eure Ratschläge nicht,

 

sie zeichnen nur Tränen in mein Gesicht.“

Nebeltanz

 

„Tief in dir scheint ein helles Licht,

 

schaue in dich hinein und finde es

 

Bekämpfe die Dunkelheit

 

und halte fest an dem, was du bist!“

 

 

 

Über Jahre hinweg glaube sie, sie wäre ganz allein,

 

sinnlos und leer schien das Sein.

 

Irgendwie wollte sie nur noch erbost aufschreien

 

und gleich danach verzweifelt weinen.

 

Als sie versuchte, ihren Freunden davon zu erzählen,

 

verließen diese sie in ihrem Leiden

 

jeder Tag bedeutete, sich zu weiter zu quälen.

 

 

 

Doch an einem schicksalhaften Tag verließ sie ihr Haus,

 

traute sich wieder in die Welt hinaus.

 

Es war trüb und keine Menschen zu sehen

 

und doch wollte sie weitergehen.

 

Sie schritt zu den alten Bäumen,

 

welche schon seit Jahren die Allee säumen

 

als Kind  fand sie hier stets Platz zum Träumen.

 

 

 

Graue Nebelschwaden sie zärtlich umschlingen,

 

es scheint beinahe als würden Elfen ihre Lieder singen.

 

Im Banne der unsichtbaren Musik beginnt sie zu tanzen

 

und kann seit einer scheinbaren Ewigkeit wieder lachen.

 

 

 

„Egal wie lange die seelische Schwärze auch ist,

 

vergesse niemals, wer du bist

 

Eines jeden Menschen ist der Schönheit ureigenste Zier,

 

lass sie nicht zerstören durch fremde Gier.“